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WupperGeschichten

Verkehrsmittel

Schwebebahn

Wuppertal ist vor allem bekannt durch die weltberühmte, von Eugen Langen konstruierte und 1901 offiziell eröffnete Schwebebahn. Die 13,3 Kilometer lange Bahn ist technisch eigentlich eine Hängebahn und wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen der Stadt beziehungsweise der damaligen Städte. Ihr Tragegerüst wird seit 1997 weitgehend und historisch werktreu erneuert; gleichzeitig werden die Haltestellen umgebaut und modernisiert. Die Schwebebahn bleibt damit, nach über 100 Jahren Betriebszeit, ein hochmodernes, sicheres und verhältnismäßig schnelles Nahverkehrssystem, das täglich von über 75.000 Fahrgästen genutzt wird. Durch die Neubauten bspw. der beiden Endbahnhöfe gehen allerdings Aspekte der Historie dieses Bauwerkes verloren. Legendär ist die Geschichte des Elefanten Tuffi, der 1950 aus der Schwebebahn in die Wupper sprang.

 
Schwebebahnhaltestellen:

  1. Vohwinkel
  2. Bruch
  3. Hammerstein
  4. Sonnborner Straße
  5. Zoo / Stadion
  6. Varresbecker Straße
  7. Westende
  8. Pestalozzistraße
  9. Robert-Daum-Platz
  10. Ohligsmühle
 
 

  1. Wuppertal Hbf. (Döppersberg)
  2. Kluse (Schauspielhaus)
  3. Landgericht
  4. Völklinger Straße
  5. Loher Brücke
  6. Adlerbrücke
  7. Alter Markt
  8. Werther Brücke
  9. Wupperfeld
  10. Oberbarmen

Straßenbahn

Die Stadtverordneten trafen 1872 die Entscheidung, der “Berliner Pferde-Eisenbahn Gesellschaft” eine Konzession zum Bau einer im Volksmund genannten “Päädsbahn” zu geben. 1873 begannen dann die Gleisarbeiten, keine 6 Monate später mußte die Berliner Gesellschaft Konkurs anmelden. Doch durch die Einsetzung eines Konkursverwalters liefen die Bauarbeiten jedoch nahtlos weiter. Ende 1873 gabe es bereits die erste Probefahrt auf einem Teilabschnitt der Strecke, im April 1874 wurde die Strecke dann freigegeben. Nach der öffentlichen Versteigerung der “Päädsbahn” im Jahr 1875 übernahm sie ein Engländer und verkaufte sie 7 Monate später an die belgische Gesellschaft “Societe generale des Tramway”. 1894 sorgte der Fortschritt dafür auf einen elektrischen Antrieb umzusteigen. Noch während der Verhandlungen schaltete sich die “Union-Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin” ein. Sie erwarb die Aktien und gründete die “Elektrische Straßenbahn Barmen Elberfeld AG”. 1896 fuhr die letzte “Päädsbahn”, am nächsten Tag rollte schon der erste elektrisch angetrieben Wagen zwischen Schwarzbach und Westende. 1940 übernahm die Stadt Wuppertal die Straßenbahn. Weitere 8 Jahre später ging die “Wuppertaler Bahnen AG” in der “WSW AG” auf. Die Wuppertaler Stadtwerke AG war es auch, die den Straßenbahnverkehr zugunsten von Bussen im Mai 1987 einstellte. Die Bergischen Museumsbahnen (BMB) retteten einige Objekte oder holten sie zurück ins Tal, ins Straßenbahnmuseum in der Kohlfurth. Die Entscheidung der Stillegung der Straßenbahn empfinde ich als einen von vielen fatalen Fehlern unserer Stadtväter. Andere Städte bauen ihre Straßenbahnen aus.

Bergbahn

Im Jahr 1887 entschloß man sich die Barmer Innenstadt mit den Barmer Anlagen verkehrstechnisch zu verbinden, so bildete sich die “Interessengemeinschaft Barmer Bergbahn”. Das zog die Gründung der “Aktiengesellschaft Barmer Bergbahn” nach sich. Die erste elektrisch betriebene Zahnradbahn Deutschlands wurde verwirklicht. 1894 verließ die erste Bahn den Bahnhof Barmen. 1914 wurde Zusatzstrecke von Cronenberg über Kohlfurt nach Solingen eröffnet. So erreichten die Arbeiter schneller ihre Firmen und Ausflügler das Planetarium, die Barmer Stadthalle oder den Toelleturm. Von 1943 bis 1945 stand die Bahn wegen Bombenangriffen und starken Beschädigungen still. 1952 gab es die ersten Stillegungspläne seitens der WSW zugunsten von Omnibussen. Trotz Widerstand der Stadt und der Bürger beschloss die WSW 1954 die Bergbahn stillzulegen. Im Oktober 1957 erfolgte dann der entgültige Beschluss, im März 1958 stimmte der Rat der Stadt zu, die Abschiedsfahrt fand im Juli 1959 statt. Unter erheblichen Protesten rollte der letzte festliche geschmückte Wagen am Bahnhof Toelleturm ein. Die Entscheidung der Stillegung der Bergbahn empfinde ich ebenso als einen von vielen fatalen Fehlern unserer Stadtväter. Andere Städte wären froh, wenn sie solch eine Attraktion hätten.

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