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WupperGeschichten

Türme in Wuppertal

Rund um das Tal der Wupper befinden sich auf den Bergen fünf Aussichtstürme.
Von dort sieht man besonders gut wie grün Wuppertal ist:

Hier findet ihr Wissenwertes über die Aussichtstürme.

Bismarckturm

Adresse Reichsallee 3, 42107 Wuppertal (Hardt-Anlagen)
Anfahrt über die Gottfried-Gurland-Str.
Öffnungszeiten Zur Zeit ist leider kein Aufstieg möglich.
Eigentümer Stadt Wuppertal
Erbaut 1907
Höhe 22 Meter (234 Meter ü.M.), 122 Stufen

Um die Jahrhundertwende war es üblich, dass deutsche Städt Denkmäler zu Ehren des 1898 verstorbenen Kaisers und Reichskanzlers Otto von Bismarck errichteten, auch die selbständigen Städte Barmen und Elberfeld machten da keine Ausnahme. So beschlossen sie 1904 gemeinsam auf der Grenze der beiden Städte einen Bismarckturm zu errichten. Als Vorbild für den Turm diente der Entwurf “Götterdämmerung” vom Architekten Wilhelm Heinrich Kreis. So wurde einer von 47 Bismarcktürmen nach diesen Entwurf errichtet und zeichnet sich durch seine Schmucklosigkeit aus. Der Bau des Turms finanziert sich durch einen Spendenaufruf. Die Einweihungsfeier fand am 19. Oktober 1907 auf der Hardt statt. Erst am 17.04.1908 wurde er für die Besteigerung freigegeben. Der Aussichtsturm hat einen quadratischen Unterbau und im oberen Drittel befindet sich das Famlienwappen der Bismarcks. Der Turm wurde 1991 unter Denkmalschutz gestellt und 1999/2000 ebenso 2002/2003 außen saniert, so daß der Turm 2005 wieder für Besucher zugänglich war. Leider wurden zahlreiche Feuchtigkeitsschäden 2012 entdeckt.

Elisenturm

Adresse Elisenhöhe 1, 42107 Wuppertal (Hardt-Anlagen)
Zugang von der Elisenhöhe
Öffnungszeiten Gruppenführungen nur nach vorheriger Anmeldung bei der Stadt Wuppertal.
Eigentümer Stadt Wuppertal
Erbaut 1838
Höhe 21,4 Meter (219 Meter ü.M.), 88 Stufen

Der älteste Aussichtsturm befindet sich auf der Hardt in der Nähe des Botanischen Gartens und wurde nach der Gemahlin von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen Königin Elisabeth Ludovika benannt. Der Stadtrat und Textilfabrikant Engelbert Eller kaufte das Gelände und baute 1838 auf dem Fundament einer alten Windmühle den Turm. Eine Bibliothek und eine Sternwarte mit Teleskop beherbergte der Turm. Ca. 1850 stand er der Öffentlichkeit als Aussichtsturm zur Verfügung. Im 2. Weltkrieg diente der Turm als Wohnung und danach als Sternwarte von der Volkshochschule. Leider wurde der Turm baufällig, so dass er 1966 saniert wurde. Der Kuppelsaal befindet sich im ersten Obergeschoss und wird heute als Ausstellungsraum und gerne auch für Hochzeiten benutzt.

Toelleturm

Adresse Hohenzollernstr. 33, 42287 Wuppertal (Barmer Anlagen)
Öffnungszeiten Bei schönem Wetter an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet.
Eigentümer Barmer Verschönerungsverein
Erbaut 1888
Höhe 26,25 Meter (333 Meter ü.M.), 146 Stufen

In Erinnerung an den verstorbenen Textilfabrikanten Ludwig-Ernst Toelle, der viele Spaziergänge auf den Barmer Südhöhen mit seiner Familie unternahm, stiftete die Familie das Geld für einen Aussichtsturm. Der Toelleturm wurde 1888 eröffnet und liegt am Rande der weitläufigen Parkanlage “Barmer Anlagen”. In den folgenden Jahren bildete sich um den Toelleturm ein Villenviertel. Durch die direkte Anbindung der 1959 stillgelegten Barmer Bergbahn vom Bergbahnhof am Clef wurde der Toelleturm zum Ausflugsziel für Erholungssuchende. Durch eine Außentreppe, die sich um den Turm schlängelt, kommt man zum Eingangs-Plateau in 7 Meter Höhe. Im 2. Weltkrieg diente der Turm als Beobachtungspunkt zur Luftraumüberwachung. Der Turm war schon immer sehr anfällig gegen Witterungseinflüsse. Er wurde mehrfach repariert, teilweise gesperrt und saniert. Leider wurde 1961 ein Gutachten erstellt, der den Turm als “nicht standfestig” bezeichnet, dass sogar über einen Abriss 1965 gesprochen wurde. Der Barmer Verschönerungsverein ließ den Turm 1970 wieder standfest machen, aber erst 1978 konnte er aufgrund eines Spendenaufrufes wieder geöffnet worden. Und schon wieder gab es gravierende Mängel 1988 und wieder wurde über Abriss gesprochen. Die Rettung erfolgte durch das Gutachten vom Baugutachter Carsten Langlie, der Professor für Bautechnik an der Bergischen Universität ist. Auch hier wurde die Sanierung durch Spenden der Wuppertaler Bürger, aber auch vom Land NRW und der Stadt Wuppertal finanziert. 1990 wurde die Sanierung der “Außenhaut” des Turmes beendet und steht nun wieder Besuchern für Besichtigung und Besteigung zur Verfügung.

Von der Heydt-Turm

Adresse Hindenburgstr. 201, 42117 Wuppertal (Kiesberg, Königshöhe)
Öffnungszeiten Öffnung des Turms für Gruppen nach telefonischer Voranmeldung bei der Stadt Wuppertal
Eigentümer Stadt Wuppertal
Erbaut 1892
Höhe 20 Meter (274 Meter ü.M.)

Hoch über der Wupper auf dem Kiesberg im Burgholz steht der Von-der-Heydt-Turm. Er wurde 1892 erbaut und nach seinem edlen Stifter dem Wuppertaler Bankier August Freiherr von der Heydt benannt. Der 20 Meter hohe Turm hat eine zweiläufige Außentreppe, einen Erker, auf den vier Kragsteine aufliegen und wird der “Deutschen Renaissance” zugeordnet. Über dem Eingang befand sich eine Bronzetafel, die leider im 2. Weltkrieg entwendet wurde. Jetzt informiert eine Tafel über die Geschichte des Turmes. Der Turm wurde 1953 saniert. Aufgrund der Baufälligkeit und aus Sicherheitsgründen wurde er aber 1977/78 gesperrt.

Weyerbuschturm

Adresse Weyerbuschweg 1, 42115 Wuppertal (Nützenberg, Kaiserhöhe)
Öffnungszeiten Für die Öffentlichkeit ist der Turm seit 2008 nicht mehr zugänglich.
Eigentümer 2013 hat der Förderverein Historische Parkanlagen den Weyerbuschturm von der Stadt Wuppertal gepachtet.
Erbaut 1898
Höhe 30,50 Meter (259 Meter ü.M.), 119 Stufen

Vor der Errichtung des Weyerbuschturms standen am Nützenberg zwei hölzerne Türme, die in dunkler Nacht schaurig geklappert haben, so daß sie im Volksmund “Teufelsturm” genannt wurden. Nach Abriss des letzten Holz-Turmes 1888 wurde der Weyerbuschtturm im Nutzenbergpark gebaut und 1898 eingeweiht. Der Stifter des Turmes ist der Elberfelder Knopffabrikat Emil Weyerbusch. Das Parkwächterhaus am Turm wurde 1900 ebenfalls von Emil Weyerbusch gestiftet. Der Eingang an der Südseite ist über eine zweiläufige Freitreppe zu erreichen. Der Turm besitzt ein Turmzimmer, eine Aussichtsplattform und auf dem Erker befindet sich ein kleines Türmchen mit spitzen Kupferdach. Damit eine “Porta Wupperana” entstehen konnte, wurde wohl der Weyerbuschturm als “Zwillingsbruder” zum Von-der-Heydt-Turm auf dem gegenüberliegenden Kiesberg errichtet. Im 2. Weltkrieg wurde der Turm als Flakleitstelle von den englischen Truppen benutzt. Der Turm wurde teilweise saniert, nachdem Teile des Daches 2008 runtergefallen sind. Die Sanierung wurde aber nicht abgeschlossen, so dass der Turm bis auf weiteres geschlossen bleibt. Das Turmzimmer und das Podest der Treppe musste abgestützt werden, damit es nicht weiter absinkt.

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