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Schwebewahn

Tuffi und die Schwebebahn

Wenn man heute herumfragt wer Tuffi war bzw. ob jemand die Geschichte kennt, so ist das Ergebnis meist ernüchternd, denn viele glauben oder kennen die Geschichte um den Elefanten nicht, der fest zur Geschichte der Schwebebahn gehört und dessen Name sogar zum Markenzeichen wurde.

Hier ist die Story:

Im Juli 1950 gastierte der Zirkus Althoff in Wuppertal und wollte zu Werbezwecken mit dem Elefantenmädchen Tuffi eine Fahrt in der Schwebebahn unternehmen. Ähnliche Aktionen hatte es zuvor auch schon gegeben, so war der kleine Elefant in anderen Städten auch schon Straßenbahn gefahren. Am 21. Juli bestieg Tuffi vormittags an der Station Alter Markt die Schwebebahn Richtung Elberfeld, zusammen mit Zirkusdirektor Franz Althoff, dessen Sohn Harry, einem Wärter und zahlreichen Pressevertretern. In dem Wagen war es eng und laut. Auf der Fahrt schaukelte und quietschte die Bahn. Tuffi geriet in Panik und zwar so sehr, daß sie schnellstmöglich aus der Bahn heraus wollte.

Nachdem sie eine Weile in der Bahn herumgetobt war, eine Sitzbank beschädigt und zwei Reporter verletzt hatte, sprang sie durch ein Fenster nach draußen. In diesem Moment befand sich die Bahn zwölf Meter über der Wupper und fuhr auf die Station Adlerbrücke zu. Tuffi stürzte in den Fluß. Wie durch ein Wunder trug der kleine Elefant außer einem mordsmäßigen Schreck keine schweren Verletzungen davon. Berichtet wird lediglich von einer „Schramme am Hinterteil“. Tuffi konnte selbständig ans Ufer klettern und wurde wieder in den Zirkus gebracht. Unangenehmere Folgen hatte der Vorfall für Zirkusdirektor Althoff und den verantwortlichen Abteilungsleiter der WSW-Verkehrsbetriebe. Sie wurden wegen Transport-Gefährdung und – im Falle Althoffs – fahrlässiger Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilt. Tuffi blieb im Zirkus Althoff bis zu dessen Auflösung 1968. Danach war sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1989 bei einem französichen Zirkus.

Quelle: WSW (Wuppertaler Stadtwerke)

Von dem ganzen Vorfall gibt es keine Fotos trotz der vielen Reporter. Lediglich eine Fotomontage findet sich als Postkartenmotiv.

Die ehemaligen Milchwerke Köln-Wuppertal verkauften ihre Milchprodukte Tuffi unter dem Namen des Elefanten aus der Schwebebahn. Inzwischen werden die Tuffi-Milchprodukte von Campina vertrieben.

Tuffi spielt auch für die touristische Vermarktung Wuppertals eine Rolle. So ist beispielsweise in der Wuppertaler Touristeninformation ein Sortiment an Souvenirs mit Tuffi-Motiv erhältlich. Weiterhin wurde Tuffi von den Wuppertaler Stadtwerken als Maskottchen für den Schwebebahn-Express, dem Schwebebahnersatzverkehr, verwendet.

Allgemeines

Astropfad Wuppertal: unser Sonnensystem

Ab Oktober 1987 entwickelten 16 Schüler des Gymnasiums Sedanstraße ein Modell unseres Sonnensystems im Maßstab 1:5,5238×108. Auf einer Länge von ca. 10,7 km sind die Planeten angeordnet. Dabei bildet die Brunnenkugel am Werth in Barmen die Sonne, die Planeten sind in Form von Bronzeplatten in den Boden eingelassen. Beim Barmer City-Fest am 18. Mai 1990 wurde das Modell offiziell eröffnet. Von seiner Entdeckung 1930 bis zur Neufassung des Begriffs Planet am 24. August 2006 durch die Internationale Astronomische Union (IAU) galt der Pluto als der neunte und am weitesten von der Sonne entfernte Planet unseres Sonnensystems, deswegen ist der Pluto dabei. Der Astropfad kann erwandert werden, dazu beginnt ihr am besten an der Brunnenkugel. Hier sind die Wegpunkte:

  • Sonne: Werther Brunnen am Ostende der Fußgängerzone Werth
  • Merkur: Ecke Beckmannshof/Werth/Rudolf-Herzog-Straße
  • Venus: Geschwister-Scholl-Platz
  • Erde: Ecke Werth/Kleine Flurstraße, mit einer Tafel für den Mond
  • Mars: Ecke Werth/Lindenstraße/Johannes-Rau-Platz, in der Nähe des Brunnens Das Tal der Wupper
  • Jupiter: Friedrich-Engels-Allee 367, mit Tafeln für die Jupitermonde
  • Saturn: Nommensenweg 12
  • Uranus: Luisenstraße 110
  • Neptun: Hauptkirche Sonnborn
  • Pluto: Schwebebahnstation Vohwinkel

Wir wünschen viel Spaß beim Erwandern des Astropfades.

Links zum Thema: Wikipedia, Projekt Astropfad

Wupper News

Mann in Wupper ertrunken

Pressemeldung der Polizei Wuppertal :

Wuppertal (ots) – Zu einem tragischen Unglücksfall kam es am Samstagnachmittag (09.06.2018), gegen 16.30 Uhr, in Wuppertal-Barmen. Ein 50-jähriger Mann, der offenbar alkoholisiert war, ging nach Angaben von Zeugen in Höhe Rolingswerth in der Wupper schwimmen. Aufgrund der starken Strömung wurde der Mann mitgerissen und an einem Wehr unter Wasser gezogen. Eingesetzte Rettungskräfte konnten den 50-Jährigen nur noch leblos aus dem Fluss bergen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann. Ein Seelsorger kümmerte sich um die Zeugen, die das Unglück mitansehen mussten. (am)

WupperGeschichten

Historisches Postkarten-Motiv

Was wären die Wuppertaler ohne ihre Schwebebahn? Der Kaiserwagen ist besonders gerne Fotomotiv.

Es gab damals eine Postkarte, auf der eine alte Schwebebahn, ein Dampfzug und die Strassenbahn (ja, die gab es bei uns auch mal) an der Sonnborner Brücke mit der Wupper zu sehen waren.

Genau dieses Motiv wurde 2008 beim NRW-Tag in Wuppertal nachgestellt. Da sowohl Zugverkehr als auch Schwebebahnverkehr nicht lange aufgehalten werden durften, gab es ein sehr kleines Zeitfenster dafür (1-2 Minuten) und auch nur eine bestimmte Stelle, an der extra dafür eine Tribüne aufgebaut wurde. Sogar einen alten Strassenbahnwagen schaffte man dafür extra nach Sonnborn. Auch ein alter Bus war anwesend. Da durften historisch gekleidete Personen natürlich nicht fehlen.

Hier seht ihr die Fotoserie dazu. Die kleinen Bilder könnt ihr durch Anklicken größer anzeigen lassen.


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